Und ewig droht der Sägezahn. Wie du es schaffst, dich beim Lernen fürs Studium maximal zu konzentrieren.

Dir fehlt die Konzentration, die du dringend bräuchtest, um alle anstehenden Aufgaben zu erledigen? Du machst dich an die Vorbereitung der nächsten Vorlesung, aber der Flow lässt auf sich warten? Du lenkst dich immer wieder mit WhatsApp, YouTube und Co. vom Lernen ab? Das kennt jeder, auch Hendrik Klöters, ein echter Experte, wenn es um konzentriertes Arbeiten geht – und das muss er auch sein! Schließlich ist er neben seinem Studium der BWL auch noch erfolgreicher YouTuber („Unternehmerkanal„) und Gründer der Fitnessmarke Amrap. Diese dreifache Belastung und die Konkurrenz, gegen die er sich sowohl im studentischen als auch im beruflichen Leben immer wieder durchsetzen muss, verlangen von ihm, immer absolut bei der Sache zu sein. Neben den vielen Verpflichtungen und Anforderungen, mit denen er sich täglich konfrontiert sieht, muss er seine konzentrierte Arbeitshaltung halten können. Wie schafft er das nur?

Perfekte Planung ist das A und O

Hendrik gibt zuallererst den Tipp, sich alle Ziele für den Tag klar vor Augen zu führen. Doch das alleine reicht nicht, man muss sie auch strukturieren können. Hier empfiehlt er, am Morgen mit viel Energie in die Aufgaben zu starten, die uns am schwersten erscheinen oder auf die wir am wenigsten Lust haben. Also legst du am Anfang des Tages am besten mit der Nachbereitung der langweiligen Vorlesung los, für die du schon das ganze Semester mehr tun wolltest. Eigentlich… Deine Lernsession könntest du beispielsweise mit den kreativen Schreibaufgaben aus dem Spanischkurs beenden, die du sowieso gerne und mit links erledigst.

Wichtig ist auch, dass du dir überlegst, welche Ressourcen du benötigst, bevor du dich an die Arbeit machst: Du musst ja nicht unbedingt deine Textmarker farblich sortieren, aber wenigstens einen funktionierenden Kugelschreiber solltest du parat haben. Gesetzestexte, Statistik-Handbuch, Wörterbücher, alles da? Auch für Speis und Trank solltest du vor dem Loslegen gesorgt haben – wenn das Glas Wasser, die Tasse Kaffee oder der Müsliriegel in Griffweite sind, kannst du damit lästige Unterbrechungen vermeiden. Diese nämlich stoppen vor allem deinen Arbeitsflow und verleiten dich zum Prokrastinieren. Denn allein auf dem Gang zur Kaffeemaschine warten so viele verlockende Ablenkungen – wäre es nicht höchste Zeit, einmal wieder Oma Hilde anzurufen? Solltest du nicht dringend deine Kleider waschen? Kannst du konzentriert an deinem Schreibtisch sitzen bleiben, riskierst du solche Zerstreuungen erst gar nicht.

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https://youtu.be/_v81VBrrNxI

Zeitfresser? Nein danke!

Seien wir mal ehrlich, wir wissen alle, was die größten Timekiller beim konzentrierten Arbeiten sind: Neben dem Telefonat mit Oma Hilde und dem plötzlich sehr dringend scheinenden 30-Grad-Waschgang vor allem unsere heiß geliebten Handys mit ihren zahlreichen Anwendungen wie Facebook, die ja sooooo viel spannender sind als die theoretischen Inhalte unseres Studiums. Dem kann auch Hendrik nur zustimmen. Aber er weiß mit seiner langjährigen Erfahrung auch: Wenn wir die Zeitfresser nicht abschalten, droht der Sägezahneffekt.

Hört sich an wie der pure Horror? Ist es auch! Stellt euch einen Sägezahn vor: An dessen Spitze haben wir zunächst die maximale Konzentration erreicht, wir sind voll im Arbeitsflow. Unterbrechen wir diesen fokussierten Zustand, etwa, um uns „nur schnell“ ein Glas Wasser aus der Küche zu holen, stürzt unsere Arbeitsmoral augenblicklich ab. Aus dem Aufmerksamkeitshoch ist nun ein Zacken geworden, aus dessen Tief heraus es schwierig ist, das vorherige Konzentrationslevel erneut zu erreichen. Das kostet vor allem Zeit: je nach Lerntyp gehen durch jede Unterbrechung etwa 2 bis 5 Minuten auf unser Zeitkonto, es können aber auch deutlich mehr sein. Kämpfen wir uns aus dem Tal der Prokrastination zurück zu einer maximalen Fokussierung, entsteht eine Arbeitskurve, die an einen Sägezahn erinnert. Und je häufiger sich dieses Muster und damit der Sägezahneffekt während deiner Lernphase wiederholen, desto mehr kostbare Zeit wirst du am Ende verloren haben.

Concentration vibes? Warum nicht!

Auch wenn das Lernen mit Musik Geschmackssache ist, legt Hendrik uns zwei kostenlose Apps für die passende musikalische Untermalung der Lernatmosphäre ans Herz. Einerseits brain.fm, eine Anwendung, bei der der Name Programm ist, denn die Beats der Deep-Focus-Musik sind eine willkommene Begleitung beim konzentrierten Arbeiten, ohne allerdings durch ihren Rhythmus zu aufdringlich und vordergründig zu sein. Die App Noizio hingegen füttert das Gehirn, indem sie dessen Denkprozesse mit Umgebungsgeräuschen untermalt, die sich in unterschiedlichen Samples dem Geschmack des Nutzers anpassen. Von muhenden Kühen über zwitschernde Vögel, Blitz & Donner bis hin zur Kaffeehaus-Atmosphäre ist alles dabei.

Na, worauf wartest du denn noch? Schreibe deine To-Do-Liste, funktioniere deinen Schreibtisch zur Lernfestung um, verbanne das Handy aus deiner Reichweite und erreiche deine Höchstform bei Meeresrauschen und Möwengeschrei!