Studium finden: Tipps und Tricks

Spätestens nach dem Abitur steht für viele die Frage im Raum: was soll ich studieren? Um nicht vollkommen planlos durch die Gegend zu wandern, oder sich in ein Studium zu schmeißen, um nach dem ersten Semester wieder abzubrechen, habe ich hier einige hilfreiche Tipps. Damit gelingt das Studium finden deutlich einfacher.

1. W-Fragen formulieren

Die allerwichtigste Frage sollte sein: woran habe ich Spaß? Im Gegensatz zur Schule begleitet uns unsere Arbeit fast das ganze Leben. Es gibt nichts schlimmeres, als einen Beruf auszuüben, der einem eigentlich gar keine Freude bereitet.

Überleg also einfach einmal, was dir besonders viel Spaß macht? Bist du gerne kreativ? Liegt dir das Arbeiten im Team? Bist du gerne in der Natur? Eine wichtige Frage sollte auch sein: Was kann ich richtig gut?

Denn es ist zwar schön, wenn du dich für ein bestimmtes Thema interessierst. Wenn du die Materie selbst allerdings nicht begreifst, macht es wenig Sinn ein Studium in dem Bereich zu beginnen.

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https://www.youtube.com/watch?v=vkG2_w7dWwY

2. Nicht vom Namen verleiten lassen

Viele Studiengänge klingen erst einmal gut und verlockend. Hinterfrage aber vorher genau, welche Fächer in dem jeweiligen Studiengang vorkommen, um welche Themen es gehen wird und welche Berufsbezeichnung du nach deinem Abschluss erwirbst.

Wie sehen die Berufe danach aus? Was verdiene ich in diesem Beruf? Auch das sind Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest.

3. Praktikum machen

„Mach erstmal ein Praktikum“. Diesen Satz kennen viele von Lehrer oder Eltern. Aber der Tipps ist tatsächlich sehr gut. Nur in einem Praktikum kannst du wirklich herausfinden, wie dir der Job liegt.

Welche Arbeitszeiten gibt es? Habe ich mir den Ablauf so vorgestellt? Welche Aufgaben fallen an? All das erlebst du dann hautnah. Außerdem kannst du erste Kontakte knüpfen, die sicher auch nach oder während deines Studiums von Vorteil sein können.

Wenn du nach einem oder mehreren Praktika merkst, dass dieser Beruf so gar nicht das ist, was du dir darunter vorgestellt hast: Stürze dich gar nicht erst in mehrere Jahre Studium, sondern gehe noch einmal in dich, ob es das richtige für dich ist.

4. Schnupperkurse an der Uni

Viele Universitäten und Hochschulen bieten sogenannte Schnupperkurse an. Interessierte können sich dann die Bildungsstätte einmal genau ansehen, die ein oder andere Vorlesung besuchen und einen Eindruck von der Hochschule oder Universität bekommen.

Das kann gut dabei helfen, sich für oder gegen ein Studium zu entscheiden. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit das Unileben etwas kennen zu lernen. Wie ist die Atmosphäre? Wo liegt die Uni? Wie gut ist das Essen in der Mensa? All das kannst du bei deinem Besuch gleich herausfinden und vielleicht knüpfst du ja auch schon Kontakte zu anderen Interessierten, die am Ende zusammen mit dir ein Studium beginnen.

5. Aufwand bewusst sein

Ein Studium ist zwar wesentlich lockerer als der Besuch an der Schule. Trotzdem gibt es jede Menge zu lernen. Auch die Struktur ist komplett anders. Haben die in der Schule noch die Lehrer auf die Finger geschaut, bist du an der Uni ganz für dich selbst verantwortlich.

Wer sich allerdings gehen lässt, kaum lernt und keine Vorlesungen besucht, gefährdet sein Studium, denn gerade in den MINT-Fächern liegt die Durchfallquote pro Jahr bei 40% bis 50%. Sei dir also bewusst, was ein Studium bedeutet und ob es dir liegt.

6. Noten sind nicht alles

Das kennt nun wirklich jeder. Oft spiegeln Schulnoten nicht wirklich den Wissensstand oder die Ausgeprägtheit deines Talents wieder. Und mal ehrlich? Fächer sind auch immer stark vom Lehrer abhängig.

Wenn du also beispielsweise eine drei in Mathe im Abiturzeugnis stehen hast, Mathematik aber deine Leidenschaft ist und du dafür brennst, rede dir nicht ein, dass du für ein Mathestudium zu schlechte Noten hast.

Fazit

Stürze dich am besten nicht direkt nach dem Abitur in ein Studium, das dir auf den ersten Blick zusagt. Wenn du einmal angenommen wurdest und dann nach einigen Semestern wieder hinschmeißt, hast du unnötige Lebenszeit verschwendet.

Wenn du also bis zu deinem Abitur noch nicht weißt, was du studieren willst: leg ruhig eine kleine Pause ein und schaue dir verschiedene Unis und Studiengänge in Ruhe an. Die Frage „Was soll ich studieren“ klärt sich dann meist ganz von alleine.